ELAIA KONFERENZ 2026

ELAIA KONFERENZ 2026
„Die Bibel verstehen wie Jesus - aus einer hebräischen Perspektive“
Es war ein besonderes Wochenende in Stockerau, wo vom 16.-17. Oktober unsere Elaia-Konferenz 2026 im Z2000 stattfand. Annähernd 300 Teilnehmer widmeten sich dem Thema: „Die Bibel verstehen wie Jesus - aus einer hebräischen Perspektive“.
Die Elaia Christengemeinden (ECG) veranstalten in regelmäßigen Abständen Konferenzen zu Themen, die mit dem Volk Israel zu tun haben.
Diesmal führte uns unser Gastsprecher Anatoli Uschomirski mit viel Humor gepaart mit großer Kompetenz, Erfahrung und viel Wissen in das Konferenz-Thema ein.
Anatoli ist ein messianisch-jüdischer Pastor, Lehrer, Buchautor und theologischer Referent des Evangeliumsdienstes für Israel (EDI). Er stammt aus der Ukraine und wuchs in Kiev auf.
Zusammen mit seiner lieben Frau Irina, die ihn auch zur Konferenz begleitete, lebt er heute in Deutschland in der Nähe von Stuttgart.
Die Erwartungen waren groß und wurden voll erfüllt.
Aber starten wir am Anfang, als im vergangenen Jahr die Idee zu dieser Konferenz entstand und ein engagiertes Team die Planung übernahm. Aus dieser Planung heraus entstanden weitere Teams, die alle wichtigen Aspekte eines solchen Events abdeckten, wie Technik, Lobpreis, Moderation, Räumlichkeiten, Catering, Hotels, Sicherheit und Anmeldung, Werbung, Büchertisch, Ordner …
Es waren viele Hände und teils rauchende Köpfe, die wunderbar harmonierten und die Konferenz mit ihrem Engagement zu einem tollen Event gemacht haben.
Dafür vielen Dank - ihr wart spitze!
Als dann endlich der erste Tag der Konferenz anbrach, startete das Technikteam bereits morgens in die Aufbauarbeiten, denn es war viel Arbeit und so dauerte es mehrere Stunden, bis alles vorbereitet war. Auch die anderen Teams waren fleißig, bauten auf und bereiteten alles für den Konferenzbeginn vor.
Kurz nach 16:30h startete die Konferenz dann mit Lobpreis und Anbetung, einer wunderbaren und starken Zeit in der Gegenwart unseres Herrn Jesus. Annähernd 300 Stimmen lobten Ihn und sangen, klatschten und tanzten für Ihn, angeleitet vom Lobpreisteam der Ichthys Gemeinde.

Im Anschluss startete Anatoli Uschomirski in seine erste Einheit, in der er aus seinem Leben berichtete und erzählte, wie er durch ein geschenktes Buch Jesus begegnet war. Diese Begegnung veränderte sein Leben und das seiner Frau Irina und gab ihnen eine neue Identität. Es war nämlich nicht selbstverständlich für sie, dass man als Jude an Jesus glauben konnte und Jude bleiben durfte. Das erlebten sie in einer messianischen Gemeinde und wurden Jesus-Nachfolger.
So begannen sie auch, die Feste des Herrn zu feiern und erlebten dabei so einiges. Ihr könnt vieles davon in Anatolis Buch "Hilfe, Jesus, ich bin ein Jude" nachlesen oder natürlich auch die Aufzeichnung aus der Konferenz nachsehen.
Nach dieser ersten Einheit gingen wir in eine Pause, in der wir essen und mit anderen Besuchern plaudern konnten. Es war wirklich wunderbar, viele bekannte aber auch neue Gesichter zu sehen und uns mit ihnen auch über das Gehörte auszutauschen.
Um 19:00h startete dann die Abend-Session mit einem kräftigen und tiefgehenden Lobpreis. Wieder durften wir eintauchen in die Gegenwart unseres Herrn und Ihn anbeten.

Im Anschluss daran sprach Anatoli zum Thema "Der jüdische Jesus und unsere christlichen blinden Flecken".
Er belegte uns mit vielen Stellen aus der Bibel, dass Jesus ein Jude war und eröffnete uns in einer Reihe von Versen viele Details, die aus jüdischer Sicht ganz klar darauf hinweisen.

Im Anschluss gab es eine Zeit für Fragen, die Anatoli mit Witz und Humor aber kompetent beantwortete.
Am nächsten Tag ging es um 09:30h wieder mit einer Lobpreis los gefolgt von zwei Einheiten von Anatoli.
Und Anatoli machte dort weiter, wo er am Vortag aufgehört hatte und führte uns klar vor Augen, warum es so wichtig ist, die Bibel aus hebräischer Sicht zu betrachten. Wenn wir das nicht tun, verstehen wir vieles nur halb oder auch gar nicht richtig.Wir sind geprägt von griechischem Denken, dass sich sehr vom hebräischen Denken unterscheidet. Viele dieser Unterschiede demonstrierte uns Anatoli anhand vieler Beispiele in einer Gegenüberstellung.
Ganz besonders wichtig erschien mir folgender Unterschied:
Griechisches Denken bedeutet "entweder - oder". Im hebräischen Denken dagegen heißt es "sowohl als auch".
Alleine dieser Unterschied bedeutet sehr viel in der Betrachtung der Bibel, aber Anatoli ging noch weiter, was hier aber den Rahmen sprengen würde.
Nach einer kurzen Pause setzte er dann fort mit der Schöpfung und was es aus hebräischer Sicht bedeutet, in Gottes Ebenbild geschaffen zu sein. Gefolgt darauf erläuterte er uns, warum die Bibel ausgelegt werden muss und eine reine Übersetzung nicht ausreicht. Es ist bemerkenswert, dass beinahe alles, was Jesus gesagt hat, in der Thora vorhanden war. Er zitierte sehr viel.
Danach waren wir Konferenzteilnehmer an der Reihe und sollten in kleinen Gruppen zur Bibelstelle "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Matth. 19,19) drei Fragen finden und darüber diskutieren, wie es die Juden in ihren Schulen tun. Das führte uns ganz praktisch vor Augen, wie wir durch das Stellen von Fragen eine Stelle durchleuchten können.
So führte uns Anatoli zu den vier Fragen der hebräischen Auslegungsmethode: Pa R De S mit deren Hilfe man Bibelstellen von 4 Seiten beleuchten und dadurch gut auslegen kann. Wenn ihr mehr darüber hören wollt, seht euch den Stream an.

Nach der Mittagspause setzten wir fort mit einer kräftigen und fröhlichen Lobpreiszeit, in der wir den Herrn Jesus in seiner Stärke loben und seinen heiligen Namen erhoben und über uns legten. Eine starke Zeit in der Gegenwart des Herrn, auf die die letzte Einheit von Anatoli folgte, in der es um Gottes Plan mit Israel und den Völkern ging.
Er zeigte uns auf,
- dass die Geschichte Gottes mit der Menschheit von Israel nicht getrennt werden kann,
- dass wir Christen ohne Israel wie ein Baum ohne Wurzeln sind
- dass Gott, wenn er etwas an und mit Israel macht, immer alle Menschen im Blick hat.
Deshalb ist die Bedeutung Israels für die Zukunft sehr groß, denn Gott handelt zuerst an seinem Volk und zeigt uns damit, worauf er mit allen hinaus will.
Gott hat sein Volk Israel nicht verstoßen, sondern wird an ihm und durch es an allen Völkern handeln.

Im Anschluss daran durften wir für Israel beten, und dann segnete uns Anatoli auf Hebräisch und auf Deutsch.
Gemeinsam beendeten wir dann die Konferenz mit einem Segenslied für Israel.
Herzlichen Dank an Anatoli Uschomirski für seine tollen und Augen öffnenden Vorträge, auch an alle Mitwirkenden, die zum Gelingen dieses Events beigetragen haben. Viele fleißige Hände und Köpfe haben mitgewirkt und beigetragen, dies Konferenz zu einem besonderen Ereignis zu machen.
Wer nicht dabei war, kann die gesamte Konferenz auf YouTube nachsehen - was ich sehr empfehle :-)
Ihr findet die Videos unter folgenden Links:
Freitag 16.10.2026 Nachmittag: https://youtube.com/live/Naq-ikNEs20?feature=share
Freitag 16.10.2026 Abend: https://youtube.com/live/QkQ_QIWsndQ?feature=share
Samstag 17.10.2026 Vormittag: https://youtube.com/live/InOdeAeKYrs?feature=share
Samstag 17.10.2026 Nachmittag: https://youtube.com/live/KmzYOYHSCWs?feature=share
Johannes E.