Webdesign by i2eye-grafix

„Elaia Christengemeinden“ (ECG)
Teil der staatlich anerkannten Kirche: „Freikirchen in Österreich”

Zulingergasse 6, A-2700 Wiener Neustadt
Tel.: 0043-2622-83944
www.elaia.at

Elaia Kongress 2009

Israel-Kongress 1. bis 3. Mai 2009

in Stockerau bei Wien


Es ist Freitag, kurz vor 15 Uhr. Im Veranstaltungszentrum Z2000 in Stockerau bei Wien füllen sich die Reihen. 380 Dauerteilnehmer plus 30 Tagesgäste ließen sich vom Thema motivieren.

Der Grund ihres Kommens? Sie wollten wissen, was es sie persönlich angeht, dass Israel im Brennpunkt der Endzeitpläne Gottes steht.

Woher sie kamen? Von Vorarlberg bis zum Burgenland, auch aus der Schweiz, aus Deutschland, Holland und aus Ungarn waren Gäste angereist. Viele von ihnen haben ihre geistliche Heimat in einer der fünf Elaia Gemeinden, auch ein großer Personenkreis aus anderen Denominationen war überzeugt, dass das Thema Israel für keinen Christen auszuklammern ist, und folgten der Einladung. Moderator Karl Peloschek, Leiter des Christlichen Zentrums Wien startet die Veranstaltung.

Gleich das erste Referat  vom Vorsitzenden der Elaia Gemeinden, Pastor Helmuth Eiwen, machte die Ausrichtung des Kongresses klar. „Wir predigen Jesus, nicht Israel!“

Warum Israel so eng zum Namen des lebendigen Gottes gehöre, war die Frage? Weil  Gott selbst eine souveräne Entscheidung getroffen hat, die wir nicht mehr hinterfragen können. Er hat sich ein Volk geschaffen und erwählt, um sich allen Nationen bekannt zu machen. Nicht Israel bringt sich ins Spiel, sondern Gott bringt Israel ins Spiel und schließt mit diesem Volk einen ewigen Bund, um darin einen Abdruck seines Wesens zu hinterlassen. In seinem Sohn Jesus, der Jude wurde, spiegelt sich am meisten sein Wesen wieder. Jesus zu entjudaisieren wäre ein Schlag ins Gesicht des Vaters.

„Wir Gläubige aus den Nationen gehören in den edlen Ölbaum Israel hinein“ (Römer 11), der die Glaubenden des Bundesvolkes, beginnend mit Abraham, symbolisiert. Außerhalb dieses edlen Ölbaumes haben wir keine eigene Identität, wir wären ohne Wurzeln.

Israel war Schauplatz und Werkzeug für das Heil der Menschen und wird es auch in Zukunft sein, denn die Heilsgeschichte ist noch nicht vollendet.

Der Aufruf „Freut euch mit dem messianischen Jerusalem“ aus Jesaja 66,10 wurde durch die Tanzgruppe der Rhema Gemeinde erlebbar. Die schwungvolle Choreografie von „Dancing in Jerusalem“ machte uns einen Vorgeschmack auf das, was kommen wird.


Es ist Abend.  Wir beginnen gemeinsam mit der Ichthys Lobpreisgruppe den Herrn anzubeten. Geschwenkte Fahnen in rot, blau, silber und gold unterstreichen  Erlösung, Gnade, Majestät und Heiligkeit, die aus Gott fließt.

Im Anbetungstanz der Ichthystanzgruppe wird Anbetung ganz lebendig und auch visuell erfahrbar. Es ist, als ob sich ein großes, goldenes Tuch von oben auf uns alle im Veranstaltungsraum legte. Ehrfurchtgebietend erleben wir Gottes Gegenwart unter uns.


Benjamin Berger, Leiter einer messianischen Gemeinde in der Altstadt von Jerusalem, ist durch seine österreichischen Wurzeln mit uns eng verbunden. Sein Thema ist Israel und die messianische Gemeinde. Er erläutert, dass die Kirche in den letzten 2000 Jahren nicht verstanden habe, dass dieses Thema zentral im Herzen Gottes ist, dass aber in den letzten 20 Jahren viel Licht, Korrektur und Wiederherstellung diesbezüglich in die Gemeinde Jesu gekommen ist.

Er beschreibt anschaulich, dass das Ziel Gottes die Errichtung seines Königsherrschaft sei. Dabei spannt er den Bogen von der Schöpfungsgeschichte bis in die Gegenwart. Was war der eigentliche Plan Gottes mit Adam und Eva? Der Vater wollte, dass sich das Paradies, diese Liebesbeziehung zischen Adam und Eva mit dem Vater überall ausbreite. Dieser tiefe Wunsch liegt noch immer im Herzen Gottes. Er will, dass die Menschen unter der Königsherrschaft des Vaters leben. Mit der Auflehnung gegen den Willen des Schöpfers begann Sünde, Gesetzlosigkeit, Verdorbenheit und Tod, so mussten die Menschen ins Exil gehen.

In Israel offenbart Gott, dass es nur eine Erlösung im Namen Jeshua Ha Maschiach gibt, die sowohl Israel als auch den Nationen gilt. Jesus weinte über Jerusalem, weil er sein Volk lieb hatte. Er tut es auch heute noch. Wir Juden werden weinen, wenn wir erkennen, dass wir ihn so lange nicht aufgenommen haben. Wenn Israel zu Jeschua kommt, wird es eine große Versöhnung mit seinem Gott geben.  

„Ihr Nationen, ihr habt eine gewaltige Berufung: Teilt die Sicht, die Gott für sein Volk hat und lasst euch von ihm für Israel verwenden“, so rüttelt das Schlusswort  dieses Abends auf.

Es ist Samstag früh.

Wieder beten wir gemeinsam den Herrn im Lobpreis an. Beschenkt und erfrischt hören wir den Leiter der Christlichen Botschaft Jerusalem, Malcolm Hedding.

Er beginnt mit der aufrüttelnden Frage, warum Gott sein Volk  zurück ins Land Israel bringt, um dann so viel Leid zu erleben. Seine Antwort ist die Erfahrung des Josua. Josua musste das Volk Israel über den Jordan führen. Der Engel Gottes befahl ihm: „Ziehe deine Schuhe aus, ein heiliges Land ist für heilige Menschen. Das Land gehört dir für immer unter einer Bedingung: ziehe deine Schuhe aus!“, was soviel heißt wie: lege deinen Hochmut ab, deine Rebellion gegen Gott, deinen Unglauben und Ungehorsam. Die ganze Geschichte Israels ist ein Bild des Anziehens und Ausziehens der Schuhe, was jeweils Konsequenzen hatte. Nach einem zweitausendjährigem Exil erinnert sich Gott seines Bundes mit Abraham und bringt sein Volk in das Land zurück, das er schon Abraham versprochen hat. 1948 wird Israel wieder hergestellt. Die Zeit der Gunst für Zion war gekommen, nichts konnte dem Willen Gottes widerstehen.

Heute erschüttert Gott Israel und die ganze Welt. Durch den Prozess des Leidens wird Israel zu seinem Gott zurückgebracht. Heute ist die Zeit, für Israel zu beten.

Benjamin Berger lässt uns in seinem zweiten Vortrag die Bedeutung des Passah Festes für uns Christen besser verstehen. Passah war der Beginn Israels als freier Nation. Die Botschaft an den Pharao war:“Lass meinen erstgeborenen Sohn Israel ziehen“. Unsere Erlösung ist mit Passah eng verbunden denn Jesus schließt den Neuen Bund im Passahfest. In Jeremia 31,31  wird dieser neue Bund schon verheißen.

Josua führt das Volk ins Land. Josua und Jeshua haben dieselbe Sprachwurzel. Josua hatten einen priesterlichen Auftrag, er musste vorangehen, das Volk anführen. Die 12 Steine aus dem Jordan symbolisieren die Ganzheit des Volkes und sollten die nachfolgenden Generationen erinnern: Gott hat Israel ins Land gebracht.

Es ist Samstag Nachmittag. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit zwei von sechs angebotenen Workshops zu besuchen.

Im Workshop 1 spricht Vladimir Pikman, Leiter des messianisch jüdischen Zentrums „Beit Sar Shalom“ in Berlin, über „Die messianische Bewegung heute“

Sein Fokus liegt auf den beiden letzten Jahrhunderten, im Blick sind besonders Deutschland und die frühere Sowjetunion.  Sein ausgedehnter Dienst ist in 13 Ländern etabliert, seine Reisen führen ihn bis in den äußersten Osten Russlands. In Sachalin stieß er auf viele Juden, die über ihren Messias hören wollten und Jeshua erkannten. Ein orthodoxer Rabbiner bekundete ihm flüsternd, dass er seit 25 Jahren an Jesus, seinen Messias glaube und sehnlichst darauf wartete, bis ein Jude zu ihm käme, mit dem er dieses Geheimnis teilen könnte. Die  vielen Erlebnisberichte des jüdisch messianischen Leiters und sein persönliches Glaubenszeugnis waren beeindruckend und wurden als fortgeschriebene Apostelgeschichte empfunden.

Seine Aufforderung an uns: „Erzählt den Juden von ihrem und eurem Messias, sagt ihnen Bescheid, was Gott unter Juden tut“. Sein Schlusswort: die Einheit zwischen Juden und Nichtjuden in Jeshua ist die stärkste.


Workshop 2 mit Ekkehard Höfig, Leiter der Immanuel Gemeinde Nürnberg, sein Thema: „Was können wir von den messianischen Juden lernen?

Er weist darauf hin, dass wir schon immer von ihnen gelernt haben, denn die erste Gemeinde war ja eine jüdische. In seinem Workshop leitete er an, offene Augen für das jüdische Erbe zu haben und mit unseren jüdischen Geschwistern freundschaftliche Beziehungen zu bauen.

Er selbst setzte dies im Arbeitszweig „Freunde messianischer Juden“ um, der sich offen zum jüdischen Volk stellt. Sein Ziel ist es, bekannt zu machen, dass es messianische Juden gibt, die Auslegung der Bibel vom jüdischen Denken her zu fördern und der nächsten Generation die Liebe zu Israel weiterzugeben. Erlebbar wurde dies bereits bei einem großen Jugendcamp mit messianischen Freunden in Minsk. Eine Jugendbegegnung mit einem messianischen Lobpreisteam, bestehend aus jungen Leuten aus USA und Deutschland, ist geplant.

Im Workshop 3 befasst sich Schwester Joela  aus dem Leitungsteam der Marienschwestern in Darmstadt, mit dem Bereich „Unsere Verantwortung und unser Dienst den Juden gegenüber“

Die Kommunität der evangelischen Marienschwestern wurde  auf den Trümmern des zweiten Weltkrieges geboren. Mit klaren Zeichen der Buße starteten sie als erste kirchliche Gruppe aus Deutschland einen Versöhnungsdienst zwischen Christen und Juden. Sr. Joela warnte uns vor einer billigen Israelliebe, denn mit bloßer Begeisterung auf emotionaler Ebene ist dem jüdischen Volk nicht gedient. Was das Volk der Juden braucht, ist unser „Eins-Sein“ mit ihm. Dann stehen wir unter denselben geistlichen Regeln, die sowohl für Israel als auch für die Nationen Gültigkeit haben. Gott wirbt um die Herzen von Juden und Nichtjuden.

Israel ist ein Volk voller Leiden, es bekommt das Erziehungsleiden, das der Vater seinem Sohn zumutet, zu spüren. Lassen auch wir uns vom Vater erziehen, es geschieht aus Liebe, es wird uns nicht schaden, sondern helfen. Im 3. Mos.10,3 sagt Jahwe: „Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind.“ Es gibt einen irrationalen Hass auf Israel denn es steht von allen Völkern ihm am nächsten. Psalm 44,3 spricht davon: „Um deinetwillen werden wir getötet“.

Sr. Joela schließt mit den anspornenden Worten aus Jesaja 40 „Bereitet dem Herrn den Weg“, was in dem Auftrag mündet “Bereitet dem Volk den Weg“. Seien wir ein Wegweiser zu Jesus für jüdische Menschen. Israel soll durch uns Lust bekommen, ihren Messias zu suchen.

Im Workshop 4 spricht Waltraud Keil, Herausgeberin der Zeitschrift „Die Brücke Berlin – Jerusalem e.V.“ zum Thema „Unruheherd Nahost: der israelisch-arabische Konflikt“.

Dabei beginnt sie bei den biblischen Fundamenten Israels, denn Israel ist kein Land wie jedes andere. Abraham hört auf Gott, der ihn auffordert, in ein Land zu gehen, das ihm erst gezeigt werden wird. Ein großes Volk, Segen für ihn und alle Nationen und ein Land wird ihm zugesagt. Er hört Gottes Versprechen: „Ich will segnen, die dich segnen, und fluchen, die dich verfluchen. In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden“.

Jesus hätte in keinem anderen Volk geboren werden können, weil er aus dem Wort geboren wurde. Weil Abraham gehorsam war, konnte er den Jesus-Samen tragen. Als Christen sind wir aus Abraham in Jesus wiedergeboren.

Gott gab das Land Kanaan Abraham auf ewig. Als Ismael, das Kind des Unglaubens geboren wurde, wird es auch von Gott gesegnet,  aber sein Bund gilt für alle Zeiten dem Sohn der Verheißung, Isaak. Gott bindet sich mit seinem Namen an sein Volk, denn Isra-El bedeutet: Gott kämpft für sein Volk.

570 Jahre nach Jesus wurde Mohammed geboren. Der Erzengel Gabriel diktierte ihm den Koran. Die Botschaften Gabriels in der Bibel und im Koran sind nicht ident. Folklore und Okkultismus wurden hinein vermischt.  Das Judentum ist eine Offenbarungsreligion durch Propheten, Priester und Könige. Der Islam ist die Religion des Territoriums. Die Welt hat zwei Häuser, das Haus des Krieges und das Haus des Friedens. Alle moslemischen Völker sind im Haus des Friedens, alle nichtmoslemischen müssen im Haus des Krieges unterworfen werden. Die eigentliche Frage ist nicht: „Wem gehört das Land Israel, sondern wer ist der wahre Gott?“

Waltraud Keil zeichnet den Weg des Landes Israel durch die Geschichte, von der Zerstörung Jerusalems durch die Römer, der Umbenennung der Stadt, der Vertreibung und Fremdherrschaft für 2000 Jahre, der Vision von Theodor Herzl, der Balford Erklärung von 1917 und der Staatsgründung am 14. Mai 1948.

Robert Währer, evangelisch-methodistischer Pfarrer aus der Schweiz referiert im Workshop 5 „Über das Wurzelproblem der christlichen Kirche – wie fremde Einflüsse die Verwurzelung im hebräischen Denken verdrängen“.

Das biblisch-hebräische Denken wird vorgestellt. Der Gott der Bibel ist ein dynamischer, handelnder, sich mitteilender, personaler, auf Beziehung angelegter Gott. Er beansprucht, der einzig wahre Gott zu sein.

Das hellenistische Denken ist konträr, denn es geht nicht von der Offenbarung Gottes, sondern vom Bild des Menschen, das er sich von Gott macht, aus. Dieses griechische Denken hat große Auswirkungen auf den Glauben der Christen. Das Gottesbild wird entpersönlicht, das Menschenbild schließt das Göttliche im Menschen ein und so wird dem Menschen seine Erlösungsbedürftigkeit nicht mehr bewusst.

Robert Währer nimmt uns mit auf eine Reise durch die philosophischen und psychologischen Strömungen der Geschichte. Seine Zusammenfassung: das Evangelium ohne hebräische Wurzeln wird griechisch interpretiert und damit  verändert. Andere Wurzelsäfte wie Platonismus, Tiefenpsychologie oder Anthroposophie verzerren den Blick auf den Gott  Abrahams, Isaaks und Jakobs und den Messias Israels und der Nationen.

Im Workshop 6 des evangelischen Pfarrers Heribert Binder ging es um das Thema: „Der Bruderzwist im Hause Gottes: Tragödien in der christlich-jüdischen Beziehung – Diagnose der Ursachen – Heilungsaussicht“

Das Alte und das Neue Testament erzählt uns mehrfach von einem Bruderzwist: Kain und Abel, Jakob und Esau, Josef und seine Brüder, Zöllner und Zeloten, Paulus und Barnabas. Alles traurig und tröstlich zugleich denn Gott verwandelte Fehlverhalten schließlich in Segen um.

Die Tragödie in der christlich jüdischen Beziehung beginnt dort, wo Kirche und Synagoge Gegner werden. Das Straßburger Münster zeigt ein Bild wo Kirche stolz auf das Judentum herab zeigt. Der Neue Bund triumphiert über dem Alten. Alle Verheißungen des Alten Bundes werden auf die Kirche bezogen, alle Flüche werden Israel gelassen. Die siegreiche Kirche ersetzt das Bundesvolk der Juden. Die Folge dieser Ersatztheologie ist Feindschaft, Verachtung, Gewalt gegen Juden. Als tragische Nebenwirkung werden an Jesus gläubige Juden heimatlos, sie gehören weder zur Kirche noch zur Synagoge. Der Jude muss „Heidenchrist“ werden.

Wie kann Heilung geschehen? Das Wort und der Geist bringen Heilung. Heute sehen wir Passagen aus Römer 11 schon ansatzweise in Erfüllung gehen.

Wer sich frage, wie er als Christ zur Versöhnung beitragen könne, dem sei gesagt: entwickle Kommunikationsformen, die der Versöhnung den Weg bereiten,  nimm die Nöte und Verwundungen des einzelnen ernst und stimme in die Fürbitte Jeshuas um Einheit ein, denn was bei Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich.


Am Samstag Abend werden wir durch ein Violinsolo-Konzert  von Serguei Popov und ein Video nach Israel versetzt. Freude und Leid des jüdischen Volkes ist im Raum nachvollziehbar,  die heilsame Zuwendung Gottes spürbar.



Der Leiter der Rhema-Gemeinschaft Linz, Jakob Krämer stellt uns die acht Sprecher der Podiumsdiskussion vor und moderiert zum Thema „Israel, - Gemeinde Jesu – Islam“.

Eine Reihe von Inhalten kamen zur Sprache. Wo war die Gemeinde Jesu in Auschwitz? Wo steht die Kirche heute in der Frage Israel?  Wird die Gemeinde Jesu den Preis bezahlen, den es kostet, sich heute zu Israel zu stellen? Was können wir tun, damit Europas geistliches Vakuum nicht vom Islam gefüllt wird? Wie können wir moslemischen Menschen die absichtslose Liebe Jesu zeigen? Wie können wir die schuldbeladene Geschichte des Leibes Jesu dem jüdischen Volk gegenüber aufarbeiten? Wie können wir als Christen mutiger aufstehen, wenn der sich der Islam gegen Israel stellt? Wie können wir der Stimmungsmache gegen Israel auch unter Christen entgegenwirken? Die Ersatztheologie hat noch immer weite Teile der Kirche im Griff, wie kann sie entlarvt werden? Wie kann der Leib Jesu zu einem klareren Verständnis gelangen, dass es beim Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern um einen geistlichen Konflikt geht?

Es ist Sonntag Vormittag. In der großen Konferenzfamilie preisen wir Gott und freuen uns aneinander und an ihm.

Malcolm Hedding hat eine sehr ernsthafte Botschaft an uns.

Das Volk Gottes ist „körperlich“ wiederhergestellt, es ist ein Privileg, dass wir in unseren Tagen schon die Erstlingsfrucht der messianischen Gemeinde wachsen sehen können. Aber der größte Konflikt kommt noch. Das jüdische Volk ist das größte Ziel für den Widersacher Gottes, denn es ist untrennbar mit Gott selbst verbunden. Die Offenbarung spricht von den drei unreinen Fröschen, die alle Völker gegen Israel aufbringen werden. Wir dürfen Gott Tag und Nacht anrufen, die geistliche Waffenrüstung anziehen und die dämonischen Mächte in ihre Schranken weisen.

Dunkle Mächte haben den Namen Jesu benützt, um das jüdische Volk zu ermorden. Das ist erschreckend, denn die Gemeinde hat diesen Mächten gedient.Der Mufti von Jerusalem schloss während des 2. Weltkrieges einen Pakt mit Hitler, der iranische Präsident Achmadinejad rief auf der Konferenz in Genf zur Zerstörung Israels auf.

Heute möchten die Mächte der Verführung und Zerstörung Israel auslöschen. Im Psalm 83 sprechen die Verse 2 bis 5 von den listigen Anschlägen zur Ausrottung Israels und der Gemeinde. Was Israel treffen soll wird auch die mit ihr verbundene Gemeinde Jesu treffen. Aber die Mächte der Finsternis sind nicht allwissend, allgegenwärtig und allmächtig.

Schwierige Tage kommen auf die Gemeinde Jesu zu. Seien wir bereit, seien wir geistliche Türwächter. Proklamieren wir die frohe Botschaft von Jesus intensiv, bringen wir den Leib Jesu in den Ölbaum! Der Heilige Geist gibt uns die Vision dazu. Denken wir daran, die Macht des Heiligen Geistes wird jenen gegeben, die hinausgehen.

In unseren Gemeinden müssen wir jedes Treffen zu einem Gebetstreffen machen denn die geistlichen Mächte werden nur am Ort des Gebetes besiegt. Lernen wir beten, lernen wir mit Israel zu stehen.

Im Abschlussvortrag von Benjamin Berger ruft er uns auf, den Weg mit Gott aus Liebe zu ihm zu gehen, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Unsere Beziehung zu ihm muss ohne Bedingungen sein, denn er handelt oft auf Wegen, die wir nicht verstehen können, so wie es bei Abraham war.

Wir brauchen eine biblische Sicht für die Stadt Jerusalem. Benjamin Berger erinnert sich, dass er in den Fünfziger-Jahren  in New York seinen polnischen Rabbiner die Verse aus Psalm 137 rezitieren hörte: „Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein.“ Weil der Messias nach Jerusalem kommen wird, auf den Thron Davids, dürfen wir Jerusalem nicht vergessen. Es ist die Stadt, wo Propheten ihre Stimme erhoben und verfolgt wurden, hier wurde Jesus als davidischer König geehrt und gekreuzigt. Hier ist Jesus auferstanden und von hier ausgehend wird er seine Autorität am Ende der Zeiten über die ganze Erde ausbreiten.

Das himmlische Jerusalem wird herabkommen und Himmel und Erde werden vereinigt werden. In der Person Jeshuas sind sie bereits zusammen gekommen. Folgen wir ihm nach in der Demut, mit der er den Weg gegangen ist, durch den Geist.


Ein offizieller Vertreter von Keren Hajesod aus Jerusalem, Ruven Rozen, richtet als Vertreter des Staates Israel, ein herzliches Grußwort an uns.


Das Abschlussstatement  und der ermutigende Ausblick kommt von Jakob Krämer.

Gott stellt uns an die Seite Israels, bis aus Jakob ein Israel wird, wir dürfen und müssen Israel lieben, auch wenn es noch Jakob ist. Die Menschen Israels haben in uns Christen, die den jüdischen Messias Jesus kennen, einen Freund. Freunde weichen auch in schweren Zeiten nicht von der Seite ihres Freundes! Das Wort Bonhoeffers gilt auch für uns Österreicher: „Nur der darf gregorianisch singen, der sich an die Seite der Juden stellt!“

Bleiben wir vernetzt denn allein geht man ein! Wir haben ständig Ermutigung und Korrektur nötig. Seien wir bereit, die Schuhe auszuziehen und kompromisslos Jesus nachzufolgen. Gehen wir den Weg an der Seite Israels, er ist ein spannender, weil prophetischer Weg. Es stimmt: diese Konferenz wird nachhaltige Auswirkungen auf unser Land Österreich haben.

Audio Download Plenum 1 - Helmuth Eiwen Plenum 2 - Benjamin Berger Plenum 3 - Malcolm Hedding Plenum 4 - Benjamin Berger Plenum 6 - Benjamin Berger Plenum 5 - Malcolm Hedding

Zum Anhören einfach auf das Download-Symbol klicken. Um die Datei herunterzuladen, mit der rechten Maustaste darauf klicken und „Ziel speichern unter“ wählen.